. . .   Kunst –

Kunst ohne Handwerk kann es nicht geben.

Handwerkliche Fähigkeiten und der Einsatz vieler teilweise selbst konstruierter Handwerkzeuge sind die Voraussetzung, um die gewünschte Form aus dem Rohling herauszuarbeiten.

 

. . . Drechseln –

„Rund“ ist keine natürliche Form, in der Natur gibt es nur Parabel oder Ellipse.

Auch unsere Erde ist nicht wirklich rund. Holz nimmt Luftfeuchtigkeit auf und gibt sie wieder ab - dadurch können sich meine Werke auch später noch etwas verändern. Holzkugeln bleiben deshalb auf Dauer nicht wirkliche Kugeln, auch wenn sie bei der Entstehung ganz nahe an das mathematische Modell herankommen.

 

. . . Formgebung –

Eigentlich entferne ich nur "überschüssiges" Holz, um ein spezielles Stück freizulegen.

Grundlegende Gedanken zur Form eines Objektes entstehen bei der Betrachtung des Holzstückes im Voraus – das Stück Holz sagt mir, was es werden möchte. Die endgültige Form ergibt und ändert sich während der Bearbeitung.

 

. . . Zeit –

Zeit hat keine Dauer. Das Leben besteht aus Zeitpunkten – Zeit ist hier und jetzt.

Bei der Anfertigung meiner Objekte spielt es keine Rolle, wie viele Zeitpunkte ich dafür aufwende. Je nach Intuition und Stimmungslage unterbreche ich die Arbeit auch, um eine andere, neu aufkeimende Idee zu verwirklichen.

 

. . . Leben –

Warum das Leben ernst nehmen, noch niemand hat es überlebt.

Objekte bei denen holzzersetzende Pilze ihr Werk begonnen haben, zeigen einzigartige Farbnuancen und Muster. Sie erinnern aber auch an Vergänglichkeit und die Rückkehr in den großen Kreislauf der Natur.

 

. . . Materialien –

Es gibt viele Dinge zwischen Himmel und Erde.

Ich verwende auch Knochen, Horn, Glas, Metall oder Stein, allein oder in Kombination für besondere Unikate.